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AM FM Prüfgeneratoren
    


Geräte in dieser Rubrik:
FM-Modulatoren: ELV SUP3,   China...., 
AM-Modulator: DDS AM LW/MW/SW TRANSMITTER MODULATOR 100KHz-30MHz


Bei der Reparatur von Radioempfängern, seien es Transistor- oder Röhrengeräte, stelle ich häufig fest, dass die Eingangsstufen oder die ZF-Verstärker leicht verstimmt sind.
Bei Stereo-Empfängern zeigt sich zudem, dass die Stereo-Dekoder verstimmt sein können oder es liegt im m NF-Teil des Empfängers ein Fehler vor. Durch die Verstimmungen ist die Tonwiedergabe dann meist beeinträchtigt. Der Empfänger zeigt sich dann entweder unempfindlich, die Wiedergabe ist verzerrt oder der Stereo-Empfang ist nicht möglich. In diesen Fällen ist es sehr hilfreich, wenn man ein Testgerät zur Verfügung hat, mit dem man die erforderlichen Prüfsignale erzeugen kann.
Ein solches Gerät ist ein Prüfsender oder Testsender. Anwendungsfallabhängig wird die HF des Prüfsenders direkt in den Antenneneingang des Empfängers eingespeist oder an der richtigen Stelle in den Zwischenfrequenz-Teil.

Mit einem passenden Gerät lassen sich somit alle Wellenbereiche eines Radioempfängers (LW, MW, KW, und UKW), sowie die ZF-Verstärker (455kHz / 460kHz und 10,7MHz) abgleichen.

Ein solches professionelles Prüf-Gerät, auch wenn es gebraucht gekauft wird, ist oftmals sehr teuer. Daher habe ich mich nach Alternativen umgesehen, und bin auf Geräte gestoßen, die ich hier vorstelle. Es sind keine dedizierten Laborgeräte, sie erfüllen aber durchaus ihren Zweck.


ELV  SUP3

Der "SUP3 " ist ein sehr umfänglicher Prüfgenerator, der leider nur bedingt geeignet ist für Prüf- und Abgleichzwecke. Bedingt durch starke Einschränkungen in der Steuersoftware lassen sich einige Pegelmessungen nicht zufriedenstellend durchführen. Dazu weiter unten mehr.
Wenn man den Prüfgenerator jedoch als "Vorschaltgerät" eines UKW FM Empfängers verwendet, z.B. weil man das empfangbare Radioprogramm nicht hören will, ist es recht einfach möglich, das eigene Programm in den Empfänger einzuspeisen. Hier bietet der SUP3 komfortable Möglichkeiten. So fungiert er quasi als FM UKW Sender für das eigene Radioprogramm. So sind Röhrenradios für das eigene Lieblingsprogramm weiterhin verwendbar oder, wenn eines Tages der analoge UKW-Rundfunk abgeschaltet sein sollte, alle analogen Radios. Ein DAB-Empfänger muß dann nicht gekauft werden.
Alternativ kann man natürlich das empfangene DAB-Programm in den Sender einspeisen und das geliebte antike Radio weiter verwenden.
Der Bau eines UKW-Senders ist, technisch gesehen, keine besondere Herausforderung. Wenn aber ein Stereo Signal erzeugt werden oder digitale Informationen zusätzlich übertragen werden oder der Frequenzhub von 75kHz nicht überschritten werden soll, steigt der Aufwand gewaltig an. Die Erzeugung des Stereo-Multiplex-Signals ist also nicht unaufwändig.

Alle diese Aufwände werden im SUP3 durch ein modernes IC bewältigt. ELV, die den Bausatz oder das Fertiggerät verkaufen, haben den Chip: "SI4711" von Silicon Labs eingesetzt. Sämtliche Funktionen, die ein UKW-Signal heute beinhaltet, werden durch den Chip zur Verfügung gestellt. Im Einzelnen:
 - Das Monosignal
 - Der 19kHz Pilotton
 - Das Differenzsignal (mit unterdrücktem 38kHz-Träger)
 - Die RDS-Informationen (auf dem 57kHz-Träger)


Skantik GesamtansichtDer SUP3 als fertiges Gerät

Er ist ausgestattet mit neinem Mini-USB-Anschluß (links oben), über den er mit Energie und digitalen Audio-Dateien versorgt oder konfiguriert werden kann.
Daneben befindet sich ein koaxialer 75Ω -"IEC"- HF-Ausgang (Buchse) und ganz rechts ein analoger Audio-Eingang als 3,5mm Klinken-Buchse.
Mittig darunter ein Farbdisplay über das diverse Informationen angezeigt werden. Es ist ein OLED-Display, das im Betrieb nach einer einstellbaren Zeit automatisch abgeschaltet wird, da OLED-Displays leider verschleißanfällig sind. Die Abschaltung spart darüber hinaus auch Energie, was vorteilhaft ist, wenn der SUP3 über Batterien versorgt wird, was neben der Versorgung über den USB-Anschluß ebenfalls möglich ist.
Links neben dem OLED-Display befindet sich eine LED, die im Betrieb amber-farben leuchtet.
Mit 4 unter dem Display angeordneten Funktionstasten sind diverse Funktionen direkt erreichbar, ohne dass man sich durch das Menü arbeiten muß.
Der große orange-farbene Knopf ist das universelle Bedienelement.

Im Inneren befindet sich ein Fach für zwei Mignon (AA)-Zellen zur Versorgung des SUP 3, wenn er nicht über den USB-Anschluß versorgt wird. Ein interens Power-Management nimmt die Umschaltung zwischen den beiden Versorgungsarten vor und verhindert damit, dass die Betterien geladen werden.

In meinem Gerät habe ich die Verdrahtung das Batterifachs geändert und versorge den SUP3 mit zwei parallel geschaltete LiFePO4-Zellen a 600mAh. Dies ist möglich, weil eine LiFePO4-Zelle eine Nennspannung von 3,2V hat.


 

 

 



 
 
 
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