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Mein halbes Leben begleitete mich ein Verstärker CV 61 der Fa. Dual.
Da er jedoch seit langer Zeit nicht mehr "Stand der Technik" ist, habe ich mir Ende der 80-er Jahre einen Vorverstärker  und eine MOSFET - Endstufe selbst gebaut und der gute CV61 verschwand im Schuppen. Nach einem Umzug landete er im Keller und im Jahre 2004 habe ich ihn dort herausgeholt. Der Grund war, daß ich den Ton am Computer nicht aus den Monitorlautsprechern hören wollte (zuviel Plastiksound), sondern nach etwas mehr Qualität verlangte. So habe ich den leicht ankorrodierten "Altedelverstärker" gereinigt und aufgebaut. Für eine begrenzte Zeit beschallte er das Arbeitszimmer über zwei Magnat Regalboxen.  Inzwischen ist es ein CV441.

CV61CV 61 

Der Verstärker wurde Anfang der 70-er Jahre gebaut.


Immer wieder kann man nachlesen, daß diese alten Verstärker weich, warm, röhrenähnlich usw. klingen.  Manche Leute sind der Ansicht, die Verstärker klingen sogar besser, als moderne Verstärker. Nunja, das ist Geschmacksache. Richtig ist aber, daß sie anders klingen, was in der Technik dieser alten Geräte begründet ist. Ich hatte mich auch erschrocken wie groß der Unterschied ist.
Eines Tages war in meiner MOSFET-Endstufe ein Transistor defekt. Für die Zeit der Reparatur hatte ich einen CV120 als Ersatz verwendt. Nachdem ich den MOSFET-Verstärker repariert und wieder in Betrieb genommen hatte, war mein erster Kommentar: "Der klingt aber hart". Das ist  tatsächlich so. Er klingt härter, weil er die Lautsprecher deutlich stärker bedämpft, als der CV 120. Ursache ist der schlechtere Dämpfungsfaktor des Dual-Verstärkers.

Des weitern habe ich meine Sammlung auch auf Tuner und Receiver ausgeweitet.

Meine Sammlung begrenzt sich auf Geräte, die sich im Holzgehäuse, vorzugsweise mit Echtholzfurnier befinden und eine schwarze Front haben.
Es wurden auch Geräte in Schleiflack oder mit blanker Aluminiumfront gebaut, jedoch sind Diese in meinem Sammelsurium fast überhaupt nicht vertreten. Dies galt bis zum 3.9.2005.

 

Grundsätzliche Hinweise:

Hinweis zu den Entstörkondensatoren:

Entstörkondensator v. hintenWeil es regelmäßig in allen Arten von Dual-Geräten, auch den Plattenspielern, zu Auffälligkeiten mit den verwendeten Entstörkondensatoren kommt, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, daß diese Kondensatoren sehr häufig im Betrieb "aufbrennen". Daher empfehle ich, die Entstörkondensatoren in den Netzteilen durch geeignete neue Kondensatoren zu ersetzen!


Der hier gezeigte 47nF Kondensator stammt aus einem Dual-Tuner (CT110). Er ist im Betrieb urplötzlich sprichwörtlich in Rauch aufgegangen.

Nach einem solchen Vorfall haftet der Brandgeruch lange Zeit im betroffenen Gerät.

Deutlich sichtbar sind die Risse im Kunsttoff. Sie sind auch an "heilen" Kondensatoren zu finden.


Entstörkondensator v. vorneIm Fehlerfall platzt der Kondensator auf und setzt unglaublich viel Rauch frei.

In einem CV1600 ist der Kondensator regelrecht geplatzt.

Auch auf dieser Seite des Kondensators sind Risse zu erkennen.


Beispiel für Ersatz:
Die Fa. "Reichelt Elektronik" führt einen Kondensator, der verwendet werden kann. Es ist ein WIMA-Kondensator mit der Bestell-Nr.: MP3-X2 47N





Hinweis zu den Lötstellen:

Entstörkondensator v. vorneEine weitere, generelle Unzulänglichkeit liegt in den Lötstellen. Insbesondere, wenn sie thermischem Streß ausgesetzt sind, altern sie schnell.

Im Bild links ist exemplarisch eine Lötstelle zu sehen, die ich in einem CV1460 im Netzteilbereich entdeckt habe. Sie ist rundherum gerissen. Der Draht mit dem Zinnrest zeigte Spiel.

Oftmals ist der Riß noch nicht so stark ausgebildet, wie hier zu sehen. Man erkennt dann nur eine Art Schatten. Auch in dem Fall ist Nacharbeiten angezeigt.
Hierzu wird das alte Lötzinn abgesaugt und die Lötstelle neu verlötet.


Hinweis zu Kontaktspray:

Folgen von Kontaktspray 1Häufig sind in alten Geräten die Kontakte von Schaltern, Relais und Steckverbindern oxidiert oder, wenn sie versilbert sind, mit einer Silbersulfidschicht belegt. Diese Schichten sind nicht leitend und führen zu Funktionsstörungen.
Um diese Schichten zu beseitigen, wird sehr häufig Kontaktspray benutzt. Insbesondere wird sehr oft Kontakt 60 angewendet. Es reinigt recht gut und führt oft zum gewünschten Erfolg. Es führt aber zu Schäden, wenn es nach der Anwendung nicht vollständig aus den Schaltern usw. entfernt wird. Auf den nebenstehenden Bildern sind die Folgen sehr gut su erkennen: Die Metalle werden grün und es bildet sich ein schmieriger Belag.


Folgen von Kontaktspray 1Hier das Bild eines Potis, das mit Kontaktspray behandelt wurde. Es ist deutlich eine Grünfärbung und ein "feuchter" Rückstand zu erkennen. Dieser Rückstand frißt das Metall an  und bindet Staub. Das Ergebnis ist ein schmieriger, schmutziger Belag auf den Komponenten und den Leiterplatten.

Mein Tip: Nach der Bahandlung mit Kontaktspray müssen die Kontakte und alle umliegenden Komponenten vom Kontaktspray vollständig gesäubert werden.
Hierzu eigent sich Isopropylalkohol oder "Universalreiniger" von Kontakt Chemie.



Hinweis zu Endstufenthemen:
Für alle Verstärker von Dual gilt, daß die Endstufen nicht "heiß" werden dürfen.
Erzeugen sie an der Geräteoberfläche Temperaturen, die "Handwärme" übersteigen oder spricht die Endstufenschutzschaltung an, kann ein Fehler in der Ruhestromerzeugung vorliegen. In diesen Fällen ist der Betrieb der Verstärker einzustellen und der Fehler muß gesucht werden. Exzessive Temperaturen in Folge erhöhten Ruhestromes führen leicht zu Endstufenschäden.

Grundsätzlich ist es sehr empfehlenswert, für Ruhestrommessungen die Lautsprecher von den Endstufen zu trennen.
Der Grund liegt darin, dass kleine DC-Unsymmetrien in der Endstufe die Ruhestrommessung verfälschen können. Liegt beispielsweise ein DC-Offset von 40mV am Endstufenausgang, so führt dies bei einem Lautsprecherwiderstand von 4Ohm zu einer "Fehlmessung" von 10mA.


Sammlungswachstum:
Seit 3.9.2005 bin ich Eigentümer eines CV1600. Dieser Verstärker wurde mir als defekt geschenkt, hatte aber keinen großen Schaden. Es war nur der Entstörkondensator defekt. Mehr zum CV 1600:

Am 28.10.2005 wurde der CR40 geliefert. Er wies einige techni sche Mängel auf, läuft jedoch nach einer Endstufenreparatur seit dem 29.10.2005 wieder. Mehr zum CR 40

Am 20.11.2005 erhielt ich einen CR 61 mit Endstufendefekt in sonst sehr gutem Zustand.

Am 1.12.2005 nahm ich einen CV12 mit in die Sammlung auf. Baujahr 1968. Er zeigt zwar einige Gebrauchsspuren, aber sie sind nicht besoners störend.Am 1.12.2005 nahm ich einen CV12 mit in die Sammlung auf. Baujahr 1968. Er zeigt zwar einige Gebrauchsspuren, aber sie sind nicht besoners störend. Mehr zum CV 12

Ende Dez.2005 wurde der ersteigerte CV80 geliefert. Der Gesamtzusatand ist als gut zu bezeichnen. Mehr zum CV 80

Im März 2006 wurde der CV 1100 geliefert. Der Gesamtzustand ist gut. Leider ist die Frontplatte etwas zerkratzt und es fehlt ein Druckknopf. Dieses Gerät funktionierte bei Anlieferung.

Am 5.4.2006 wurde der CT 110 geliefert. Das Gehäuse ist TOP, allerdings war im Netzteil ein Widerstand durchgebrannt. Bei der Inbetriebnahme ist der Entstörkondensator mit einer Riesenrauchwolke aufgebrannt.

Am 7.4.2006 wurde der CT 16 geliefert. Der Gehäusezustand ist mäßig. Es hat Kratzer. Außerdem wurde ein heißer Gegenstand auf das Gehäuse gestellt. Das hat die Lasur zum Schmelzen gebracht. Außerdem ist die Beschriftung der Frontplatte am Einschalter beschädigt. Elektrisch ist das Gerät OK.

Am 27.4.2006 wurde der weiße CV 60 geliefert. Der Eingangswahlschalter war infolge Fett/Ölverharzung sehr schwergängig und der Ruhestrom der Endstufen war erheblich zu groß.

Am 12.5.2006 wurde der CV 1500 RC geliefert. Der Zustand ist insgesamt gut. Die Elektronik hat nur ein paar Fehler, die Frontplatte ist sehr gut und der Rest des Gehäuses zeigt Gebrauchsspuren in Form von Kratzern. Von den Lautsprecherklemmen ist eine Masseklemme zerbrochen.Leider fehlt mir die Fernbedienung.

Am 16.6.2006 erhielt ich den CV 1400 in Silber. Der Gerätezustand ist gut, jedoch war der Verstärker defekt, weil im Netzteil zwei ELKOS niederohmig waren und die vorgeschalteten Sicherungen durchbrannt ist. Die Reparatur war sehr einfach.

Am 19.6.2006 nahm ich den CR 1750 in Empfang. Der Gerätezustand ist hervorragend. Der CR 1750 hat nur geringe Gerbrauchsspuren, die Knöpfe sehen aus wie unbenutzt, nur auf der Synthesizer-Platine ist eine kalte Lötstelle.

Ende Juni wird dann der CT 1740 geliefert. Auch dieses Gerät ist in gutem Zustand, allerdings fehlen die Gerätefüße

Am 29.8.2006 trudelte der CT 1540 RC ein. Der optische Zustand ist als gut zu bezeichnen. Das Gerät hat zwar einige kleinere Kratzer im Aluminium, aber die sonstigen Verschleißspuren sind nur minimal.

Am 29.9.2006 wird ein CT 1640 geliefert. Der Zustand ist nach der Reinigung insgesamt als gut zu bezeichnen. Der Tuner ist nicht verbastelt und die Gebrauchsspuren, wie Kratzer und Beulen, sind gering.

Am 20.3.2007 bringt der Paketzusteller einenAm 20.3.2007 bringt der Paketzusteller einen CV 20. Zustand:Gut. Es gibt ein paar Beschriftungsschäden an der Frontplatte und einen minimalen Kratzer am Holz.

Am 7.4.2007 trifft der CV 1700 ein. Zustand: Gehäuse gut, die Elektronik ist bereits fachkundig repariert worden. Man hat den 47nF-Kondensator und zwei OPs erneuert.

Ebenfalls im April 2007 landet bei mir ein CV 2. Zustand insgesamt: Etwas mitgenommen. Die Knöpfe haben etwas gelitten, das Gehäuse hat leichte Kratzter und das Gerät ist von innen stark verschmutzt. Der Schmutz haftet stark an den Platinen.

Im Juni 2007 kommt der CV 31. Zustand: Geht so.Im Juni 2007 kommt der CV 31. Zustand: Geht so.

Irgendwann habe ich mir auch einen CV 1200 zugelegt. das Datum habe ich leider aus den Augen verloren.

Nachdem es einige Zeit keine neuen Geräte gab, nahm ich am 22. Sept. 2007 den CDV 60 in Empfang. Das Gerät ist in einem hervoragenden Zusatand. Das Gehäuse und die Front sind nahezu makellos. Nur die Drehknöpfe zeigen die üblichen Oxidationsspuren.

Weitere Geräte für die Sammlung sind der CV 4 und der CT 12, die ich beide am 24.1.2008 in Empfang nehme.

Am 29.2.2008 erhalte ichg einen weißen CV20. Ich hatte ihn mir gegönnt, weil er sehr günstig war. Zustand: schlecht.
Das Gehäuse ist stark zerkratzt und der Lack ist etwas rissig.

Ebenfalls Ende Februar 2008 erhalte ich einen CV441 und einen CT441. Die Geräte sind ein Geschenk. Danke Ralf, ich habe mich sehr gefreut!

Ein CV1 in bemitleidenswertem Zustand wird am 5.6.2008 angeliefert. Das Gerät war über einen längeren Zeitraum hoher Feuchtigkeit ausgesetzt gewesen. Es roch unglaublich muffig, das Lüftungsgitter war verrostet, das Holz war matt. Hinzu kam, daß die Geräteoberseite mit Vogelkot beschmutzt war, was am Lüftungsgitter zu erheblicher Rostbilduung geführt und am Holz deutliche Flecken hintelassen hatte. Ich habe beides abgeschliffen und neu lackiert.
Die Elektronik hingegen war fehlerfrei, bis auf eine oxidierten Masseanschluß am Siebelko. Sie befindet sich im Originalzustand.

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Reparierte Geräte:

Am 21.11.2005 habe ich einen CV 440 repariert. Es ist noch ein "echter" Dual, aber man hat schon angefangen an der Qualität  zu sparen. Mehr zum CV 440 . (Elkos im Netzteil niederohmig).
Im Mai/Juni 2007 sowie Januar 2008 Endstufenschaden  CV 441  und CV 440 behoben.

Im August 2006 habe ich einen CV5670 repariert und verbessert. Mehr zum CV 5670. (Endstufe def. MC-VV verbessert)

Ebenfalls im August 2006 habe ich einen CV1400 repariert (Spannungsregler-IC  RC4195 def. Durch 78L15 und 79L15 ersetzt)

Im Februar 2007 habe ich einen CV1460 inspiziert. Hier ist eine sehr stark gealterte Lötstelle aufgefallen. Den CV1460 erwähne ich nicht weiter, weil er nicht mehr viel mit Dual gemein hat.

Im März 2007 erhalte ich einen CV1700 zur Durchsicht. Der Verstärker bekam einen kleinen Umbau an der Kopfhörermasseführung  sowie neue OPs.

Da sich viele Dinge bei den Geräten wiederholen, sind sie nur bei einem Verstärker, Tuner oder Receiver erwähnt.
Insbesondere das Thema Aluminiumknöpfe findet sich im Bereich der Verstärker der 20W-Klasse (CV40, CV60, CV61, usw.)

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Zu weiteren Geräten, auch Plattenspielern, oder Läden siehe:

http://infinite-power.de/ ............................... Sammlung diverser Geräte
http://wegavision.pytalhost.com/dual.html ...Prospekte, Anleitungen usw.
http://www.radiomuseum.org ........................Umfangreiche Sammlung von alten Geräten
http://www.dual-plattenspieler.de ..................Sammlung, Hintergründe, Links und Forum zu DUAL-Geräten
http.//www.audiocave.eu .............................."nichtkommerzielle Info-Seite für DUAL-Fans"
http://www.ersatz-fernbedienung.com............Laden für für Ersatzfernbedienungen
http://www.dual-board.de/ ............................Dual Board. Forum für Dual-Freunde

Vielen Dank für Hinweise zu dem Bereich  Dual an:

DJ0UD, NOKO, Ralf, Michael



Nützliche Hilfsmittel zur Gerätereparatur:

Oberfäche SweepgenHäufig benötigt man einen Sinusgenerator, um einen Verstärker durchzumessen. Ich benutzte den "Sweepgen" von David Taylor.  Er ist Freeware, klein und vollkommen ausreichend.

Er kann automatisch sweepen, manuell betätigt werden und ist im durchgesweepten Frequenzbereich einstellbar.

Die nebenstehende Grafik ist die Oberfläche der Software.

Eine aktuelle Version dieser Software gibt es auf der Internetpräsenz von David Taylor.

Mit einem Klick aufs nebenstehende Bild geht es zur Internetsite von David Taylor.



Meine Frau wird mich bestimmt in den Keller verbannen, wenn ich es übertreibe
Als ich die Idee äußerte, meine Dual-Geräte in Vitrinen zu stellen, schlug sie mir vor, diese im Keller aufzubauen... - ??


--------------------------Wird fortgesetzt--------------------------------------


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